Alltag einer Mama - wir haben nachgefragt...

Wie ist es eigentlich eine Mama zu sein? Und wie verändert sich der Alltag nach der Geburt eines Babys? Wir haben bei der lieben Chantal von @_glueck.0hne.ende nachgefragt. Sie ist frischgebackene Mama vom kleinen Elian und hat ihre Erfahrungen mit uns geteilt.

Bis jetzt hast du ein Baby auf die Welt gebracht. Was hat sich für dich in deinem Alltag verändert?
Erstmal muss ich sagen, dass für uns ein Traum in Erfüllung gegangen ist – wir sind überglücklich und vor allem dankbar dieses Wunder erleben zu dürfen. Mama werden ist für uns Frauen wohl die größte Veränderung in unserem Leben – es verändert sich in den ersten Wochen und Monaten einfach alles. Ich war selbst überrascht, wie anders das Leben mit Baby ist. Eigentlich hat man ja neun Monate Zeit, um sich auf das Leben mit Baby einzustellen. Aber wie es dann wirklich ist, kann man sich nicht vorstellen. Mein Alltag bestimmt seit der Geburt unser kleiner Elian. Vor allem in den ersten Wochen dreht sich einfach alles um die Bedürfnisse des Kleinen wie füttern, wickeln, trösten und in den Schlaf wiegen. Da bleibt also nicht viel Zeit für sich. An den chronischen Schlafmangel gewöhnt der Körper sich nach einer bestimmten Zeit. Allerdings zieht sich das durch den Tag. Oft muss ich mich mit dem Kleinen mittags hinlegen, sodass ich diesen Schlafmangel überstehe – eigentlich nutze ich immer jede freie Zeit für Haushalt, doch das hat sich auch geändert. Man ist die erste Zeit einfach sichtlich überfordert mit all den neuen Aufgaben, aber es wird von Woche zu Woche besser und man bekommt einen Rhythmus. Noch vor ein paar Monaten war ich beruflich voll eingespannt und jetzt verbringe ich meinen Tag mit Stillen, Windeln wechseln und Hausarbeit, was definitiv auch ein Vollzeitjob ist. Ein Baby zu versorgen ist mindestens genauso anstrengend wie meine leitende Position im Fitnessstudio. Der Tag endet gefühlt irgendwie nie und die Verantwortung ist unermesslich groß. Ab Oktober steig ich wieder für 20 Stunden in meinen Job ein. Ich bin gespannt, ob das so funktionieren wird, wie ich mir das vorstelle. Vor allem hoffe ich, dass ich körperlich nicht an meine Grenzen stoße. Durch meinen Vorbereitungskurs haben sich viele neue Kontakte entwickelt, mit denen ich mich jetzt öfters treffe, denn mein Mann, Freunde oder Bekannte arbeiten schließlich unter der Woche – deshalb tut man sich als frischgebackene Mami mit anderen Mami’s zusammen.

Lässt dich dein Baby ruhig schlafen? Hast du irgendwelche Tipps?
Also grundsätzlich darf man ja nie sagen, dass es gerade völlig in Ordnung ist, weil wirklich jeder Tag anders sein kann. Aber wir haben ziemlich Glück mit dem Rhythmus von unserem Kleinen. Er schreit zwar abends sehr viel und plagt sich mit Bauchschmerzen, aber seine Schreiphasen sind seit Geburt an von ca. 19-22 Uhr. Dieses Zeitfenster ist für uns als Eltern gut aushaltbar, denn da ist man ja selbst noch ziemlich wach. Er wird nachts meistens zwei Mal wach und schläft dann aber sofort wieder ein. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es hilft, wenn das Baby nachts erst gar nicht richtig wach wird – es nämlich dann zu füttern, wenn es eigentlich noch im Halbschlaf ist. Elian wird immer ca. 15 Minuten vor dem Wachwerden ziemlich unruhig. Er schläft von Anfang an bei uns im Bett und das finde ich persönlich auch für die ersten 3 Monate in Ordnung – wir haben es oft versucht ihn ins Beistellbett zu legen, allerdings war er immer unruhig und hat maximal nach Ablegen 15 Minuten geschlafen. Ich habe einfach gemerkt, dass er unsere Nähe braucht, um sich behütet zu fühlen. Entscheidet es aus dem Bauch heraus – diese Zeit am Anfang kommt nie wieder. Und für mich gibt es die Aussage nicht, dass man sein Baby zu sehr verwöhnen kann.

Wie sieht eure Morgenroutine aus?
Wir stehen meistens so gegen halb 8 auf - Elian bekommt eine neue Windel und dann mach ich mir kurz einen Kaffee. Anschließend setzen wir uns zusammen auf‘s Sofa und Elian wird gestillt. Er hat morgens immer so gute Laune – was die ganze Sache ziemlich einfach macht. Nach seiner Mahlzeit lege ich ihn im Hochstuhl ab und mache mir mein Müsli. Wir sitzen gemeinsam am Tisch und hören uns Kinderlieder an - das findet er immer total lustig und lacht mich an. Nach dem Frühstück wird er dann frischgemacht und für den Tag angezogen. Um ca. 9 Uhr macht er in seiner Federwiege sein erstes Schläfchen. In der Zeit habe ich dann ein bisschen ME-TIME – diese Zeit ist mir heilig und die verbringe ich dann im Bad, um mich herzurichten und den Haushalt zu schmeißen.

Wie gestaltet sich der restliche Tag?
Das ist jeden Tag komplett unterschiedlich – meistens machen wir vormittags einen Spaziergang mit unserem Labradorrüden Kylo oder gehen in die Stadt und treffen uns mit anderen Mamis. Ich versuche jeden Tag ein bisschen Abwechslung hineinzubringen, damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt. Aber die alltäglichen Aufgaben wie z.B. Haushalt müssen schließlich erledigt werden.
Wie sagt man so schön? Erst die Arbeit dann das Vergnügen!

Hast du weitere Tipps für werdende oder frischgebackene Mamas?
Mein größter Tipp, den ich allen Mamis oder werdenden Mamis mit auf den Weg geben kann - hört immer auf euer Bauchgefühl, denn der eigene Instinkt ist Gold wert. Ihr werdet in jeder Situation richtig und zu Gunsten eurer Babys handeln. Gebt euch einfach Zeit, denn es spielt sich alles von allein ein. Man wird ein eingespieltes Team auch wenn euch das am Anfang für unmöglich erscheint. Außerdem werdet ihr von jeder Seite Ratschläge bekommen wie man was zu machen hat, denn andere wissen immer alles besser. Daher mein Tipp: Von Anfang an auf Durchzug schalten und sich selbst treu bleiben. Das hat mir ungemein geholfen – deshalb bin ich auch jemand, der sich mit Tipps zurückhält. Ich bin mir sicher, jede Mama hat ihre eigenen Pläne, Wünsche und Rituale, denn jede Mama ist anders und vor allem wunderbar.

Vielen lieben Dank für deine ausführlichen und ehrlichen Antworten, liebe Chantal! Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft!

 

Produkte für Dich