Baby Schlaf

Alles, was Du wissen musst!

Der Babyschlaf unterscheidet sich vollkommen von unserem eigenen und bringt unsere Gewohnheiten erstmal ganz schön durcheinander. Neugeborene schlafen selten mehr als drei Stunden am Stück. Von “durchschlafenden Babys” können wir zunächst nur träumen. Denn erst ab ungefähr einem halben Jahr sind gesunde Kinder in der Lage, sechs bis acht Stunden ohne Nahrung auszukommen. Das bedeutet aber nicht, dass sie von nun an jede Nacht durchschlafen.

Dennoch können wir als Eltern ein gesundes Schlafverhalten unseres Babys von Anfang an fördern. Mit diesen 7 Tipps kannst Du Deinem Baby helfen, einzuschlafen und es Schritt für Schritt zum Durchschlafen bewegen.

Auf einen Blick

  • Babys brauchen unterschiedlich viel Schlaf.
  • Ein fester Rhythmus kann helfen, die Qualität und Regelmäßigkeit zu steigern.
  • Mit einer Abendroutine kannst Du dem Baby Verlässlichkeit und Geborgenheit schenken.

7 Tipps, damit Dein Baby durchschläft

1. Tag- und Nachtschlaf aneinander anpassen

Für die rasante Entwicklung unserer Babys im ersten Lebensjahr ist ausreichend Schlaf wichtig. Doch das Schlafverhalten eines Säuglings ändert sich im Laufe der Zeit. Neugeborene schlafen durchschnittlich zwischen 16 und 20 Stunden am Tag. Mit vier Monaten tritt die erste sogenannte “Schlafregression” ein:

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Während das Kind einen Entwicklungsschub macht, verringert sich das Bedürfnis nach den häufigen Nickerchen am Tag. Manchmal dauern diese nun nur noch 30 Minuten. Weitere Schlafregressionen folgen im sechsten, neunten und zwölften Lebensmonat.

Indem wir ihm einen wiederkehrenden Ablauf vermitteln, passt das Kind seinen Tag-Nacht-Rhythmus mehr und mehr dem unseren an. Auch wir können in unserem Rhythmus einen Schritt auf unser Kind zugehen. Wenn wir erschöpft sind und die Gelegenheit günstig ist, sollten wir es uns gönnen, uns mit unserem Baby hinzulegen und ein bisschen auszuruhen. Da kann auch mal ein Termin verschoben und der Haushalt liegen gelassen werden. Im ersten Jahr müssen wir vieles sein, aber nicht perfekt!

2. Einen festen Rhythmus vorleben

Um das Baby an unseren Alltag zu gewöhnen, lassen wir es am besten rege daran teilhaben. So bekommt es rasch mit, dass es Zeiten fürs Essen, fürs Spielen, fürs Rausgehen und fürs Schlafen gibt. Tagsüber darf es lustig, laut und wild sein, aber wenn es auf den Abend zugeht, kehrt Ruhe ein.

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Durch die Gestaltung eines verlässlichen Tagesablaufs lassen wir auch unser Kind seinen Rhythmus finden und eine innere Uhr entwickeln. Die hilft ihm dabei, zu erkennen, wann es Zeit ist, herunterzufahren.

Dabei kommt es nicht darauf an, dass jeder Tag minutiös durchgetaktet ist. Es ist nicht nötig, dass durch allzu feste Zeiten Stress aufkommt und man kann auch getrost mal von der Routine abweichen. Ausnahmen gehören zum Leben dazu, auch das können unsere Kinder von Anfang an von uns lernen.

3. Auf Zeichen von Müdigkeit reagieren

Je jünger sie sind, desto mehr Schlaf brauchen Babys. Aber sie spüren selbst noch nicht, wann es Zeit ist, zu schlafen, sondern lassen sich von ihrer Müdigkeit übermannen. Manchmal ist es aufgrund von Terminen, Besuch oder einer ähnlichen Abweichung von der Routine nicht der ideale Moment für ein Schläfchen des Babys.

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Gerade jetzt sollten wir auf Anzeichen dafür achten, dass unser Kind müde wird. Neben Gähnen kann das Unruhe sein, Augenreiben oder ein abwesender Blick – Eltern erkennen die Signale ihrer Babys am besten.

Nun sollte das Baby schlafen können, auch wenn Ort oder Zeit nicht optimal sind. Denn Übermüdung führt schnell in einen Teufelskreis. Dann finden Babys nicht mehr gut in den Schlaf, werden dadurch noch müder, schlafen noch schwerer ein… lieber lässt Du Dein Kind auf Deinem Arm schlafen, als in solch eine anstrengende Dynamik zu geraten.

4. Abendroutinen einführen

Schon früh kann man Babys durch eine Abendroutine daran gewöhnen, wann es Zeit wird, runterzukommen. Das Licht wird gedämpfter, die Stimmen leiser, die Atmosphäre ruhig und friedlich. Die Familie isst zu Abend, das Baby wird gestillt. Viele Eltern geben ihren Kindern ein entspannendes Bad, bevor sie sie ins Bett bringen.

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Wiederkehrende, sanfte Rituale wie das Verdunkeln des Zimmers, ein Gutenachtlied oder leises Sprechen helfen dem Kind, zu erkennen, dass es nun Zeit ist, sich zu beruhigen. Und das kann es sogar schon selbst ein bisschen, zum Beispiel indem es sich ausgiebig streckt oder an seinen Händchen nuckelt.

Manche Eltern singen, machen eine Spieluhr oder eine Spotify-Playlist für ihre Babys an, damit sanfte Musik den Übergang in den Schlaf begleitet. Hier findet jede Familie ihren eigenen Stil. Aber halte die Abendroutine so einfach wie möglich, denn das vermittelt Deinem Kind am besten, dass Schlafen etwas völlig Normales ist, dem es sich getrost hingeben kann.

5. Für eine wohlige Schlafatmosphäre sorgen

In den ersten Tagen und Wochen lernen Babys, ihr Urvertrauen in ihre Umwelt aufzubauen. Am besten kommen sie zur Ruhe, wenn sie sich rundum geborgen fühlen. Neben ihren körperlichen Bedürfnissen erfüllen wir auch die seelischen, indem wir mit unseren Babys kuscheln, sie tragen, mit ihnen sprechen und interagieren.

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Unser Feedback gibt unseren Kindern Orientierung. Wenn wir selbst abends ruhiger werden, überträgt sich das auf sie. Für das Nickerchen tagsüber darf’s auch mal das Sofa, die Picknickdecke, der Autositz oder der Kinderwagen sein, aber nachts sollten Babys in ihrem wohligen Nestchen schlafen. Das Babybett vermittelt Ruhe und Geborgenheit und verhindert, dass das Kind hinausfallen kann. Ein Schlafsack in der richtigen Größe reicht als Zudecke aus, ein Kissen ist nicht nötig. Das Baby liegt am besten auf dem Rücken und trägt als Schlafkleidung im Sommer einen leichten Body, im Winter ein bisschen mehr. Die ideale Raumtemperatur für den Babyschlaf liegt zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Falls das Baby bei den Eltern im Zimmer schläft, sollte beim Zubettgehen der Erwachsenen natürlich auf grelles Licht und laute Geräusche verzichtet werden.

6. Komplizierte Einschlafrituale vermeiden

Einschlafen sollte keine Raketenwissenschaft werden, bei der Eltern Nächte auf dem Hüpfball, Staub saugend oder Auto fahrend verbringen müssen. Damit tun wir weder uns selbst noch unserem Kind einen Gefallen. Denn mit aufwändigen Einschlafhilfen vermitteln wir ihm den Eindruck, dass Schlafen etwas Schwieriges ist.

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Unsere Versuche mögen abends noch die erhoffte Wirkung erzielen, aber wenn das Baby nachts wach wird und dann danach verlangt, werden wir es auf Dauer bereuen.

Jeder Mensch wacht nachts mehrmals auf, auch unsere Babys. Dadurch vergewissern sie sich, dass alles in Ordnung ist. Genau wie wir können auch Babys lernen, sich dann selbst zu beruhigen und wieder einzuschlafen. Ist das Baby aber zum Beispiel im Auto eingeschlafen, wird es diesen Zustand vermissen. Es wird unruhig, dadurch oft richtig wach und fordert seine Einschlafhilfe ein. Wenn wir unser Baby müde hinlegen, es aber noch nicht schläft, können wir ihm von Anfang an helfen, selbst in den Schlaf zu finden. Beim Einschlafritual gilt daher: Weniger ist mehr!

7. Nicht verzweifeln und Hilfe annehmen

Es gibt immer wieder kleine Menschen unter uns, die sich allen wohlgemeinten Versuchen zum Trotz nicht an unseren Schlafrhythmus anpassen wollen. Eltern in solch einer Situation brauchen starke Nerven und die begründete Hoffnung, dass es irgendwann besser wird.

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Denn das wird es auf jeden Fall, auch wenn es im Moment nicht danach aussieht!

Oft hilft es schon, das Kind für ein paar Stunden von den Großeltern oder Freunden betreuen zu lassen, um mal eine ordentliche Mütze Schlaf zu tanken. In einer Partnerschaft nimmt man Rücksicht aufeinander und gibt beiden die Möglichkeit, sich auszuruhen. Ist die Belastung durch den Schlafentzug zu groß für Eltern, können sie das Thema heutzutage glücklicherweise ganz offen in der Kinderarztpraxis oder einer Schreiambulanz ansprechen. Dort gibt es ein umfassendes Hilfsangebot, denn Ihr seid nicht allein!

"In den ersten Lebensmonaten eines Babys ist ein Schlafsack aus Sicherheitsgründen eine tolle Alternative zu einer Decke, da dieser nicht verrutschen oder weggestrampelt werden kann und Dein Baby somit schön warm hält. Zudem wird das Gesicht nicht bedeckt, wodurch Dein Schatz jederzeit frei atmen kann. "

Aline Gallois

emma & noah

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Was kann ich tun, wenn mein Baby nicht alleine einschläft?

Während manche müde Babys sich einfach hinlegen lassen und einschlafen, gestaltet sich das bei vielen anderen etwas schwieriger. Neugeborene schlafen oft ein, wenn sie gestillt werden und nah bei ihrer Mutter sind. Alleine einzuschlafen ist also eine Entwöhnung, und die fällt nicht jedem Baby gleich leicht. Es gibt jedoch keinen “Richtwert”, der vorschreibt, ab wann ein Baby alleine einschlafen können “muss”. Wenn es für Dich okay ist, dem Baby zu helfen, ist das kein Problem.

Aber wenn Du Dir nach der ersten Zeit wünschst, dass Dein Baby alleine einschlafen lernt, gibt es natürlich Wege, dies zu fördern. Erstmal solltest Du sein Schlafverhalten kennen. Besonders aufschlussreich kannst Du das in einem Schlafprotokoll festhalten, wie Du es mit unserem eBook erhältst. Dadurch bekommst Du schon nach zwei Wochen ein Gefühl dafür, wie viel Schlaf Dein Baby braucht und wie sein Rhythmus aussieht. Wenn es müde wird, kannst Du es sanft beruhigen, eine wohlige Atmosphäre schaffen und Dein Kind schläfrig, aber wach, hinlegen. So findet es mit zunehmender Übung immer leichter allein in den Schlaf.

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