Einschlaftipps für Babys

Das Schlafverhalten von Babys ist ein Streitthema, an dem sich die Geister scheiden. Doch so unterschiedlich wie die Ansichten zur Einhaltung der Tages- und Nachtruhe sind die Bedürfnisse der Kinder. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass ruhige Nächte eine Wohltat für alle Beteiligten sind. Allerdings sieht die Praxis häufig anders als die Theorie aus.

Kleine Kinder haben oft Schwierigkeiten einzuschlafen, oder sie werden nachts wach und können dann nicht mehr einschlafen. Einige Kinder fangen an zu weinen, wenn ein Elternteil weggeht oder sie klettern ständig aus ihrem Bett. Andere Kinder kriechen zu ihren Eltern ins Bett oder können nur wieder einschlafen wenn Vater oder Mutter am Bett sitzen bleiben.

In diesem Blogbeitrag haben wir einige Tipps für Dich, wie das Einschlafen unterstützt werden kann. Viel Spaß beim Lesen!

Individuelle Bedürfnisse der Kinder erkennen

Kein Baby ist wie das andere. Deshalb benötigen bereits die Jüngsten unterschiedlich viel Schlaf. Generell sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder nicht mehr Zeit in ihrem Bett verbringen, als diese wirklich zum Schlaf benötigen. Ganz gewiss entwickeln junge Eltern schon bald ein Gespür dafür, das Schlafverhalten des Nachwuchses so gut zu verstehen, um das Schlafbedürfnis der Babys richtig einschätzen zu können.

Schlafprotokolle als Orientierung

Wer sich ein exaktes Bild vom Schlafverhalten der Kinder machen möchte, kann ein sogenanntes Schlaftagebuch oder Schlafprotokoll anfertigen. Diese Hilfsmittel dokumentieren das Schlafverhalten des Nachwuchses für zwei bis drei Wochen. Dadurch erhalten Mütter und Väter einen guten Überblick darüber, wie lange und wann die Babys schlafen. Natürlich ist es sinnvoll, die Bettzeiten der Kinder an ihrem realen Schlafbedarf zu orientieren. Benötigt ein Baby beispielsweise 14 Stunden Schlaf pro Tag, sollte das Kind auch nur für diese Dauer zum Schlafen in seinem Bettchen verbringen. Je älter die Kinder werden, umso geringer ist der Schlafbedarf. Deshalb ist es wichtig, die Schlafenszeiten auch den jeweiligen Bedürfnissen der Babys anzupassen.

Regelmäßigen Tagesablauf schaffen

Junge Eltern sind gut beraten, den Nachwuchs von Beginn an in einen regelmäßigen Tagesablauf zu integrieren. Diese Orientierung gilt allerdings nicht nur für die Nachtruhe, sondern auch für stabile Still- und Fütterungszeiten. Generell gilt: Kinder sind nicht jedes Mal hungrig und müssen gestillt werden, sobald sie schreien. Häufig haben die Babys andere Bedürfnisse, die von dem Wunsch nach Nähe bis hin zur Unterhaltung reichen. Zudem sind einige Kinder schon nach wenigen Wochen in der Lage, sich einem festgelegten Rhythmus anzupassen und ihr Schlaf- oder Hungerbedürfnis zu regelmäßigen Tages- und Nachtzeiten zu entwickeln. In diesem Fall sollten Eltern unbedingt darauf achten, den Tagesablauf diesen Ansprüchen so gut wie möglich anzupassen. Diese Entwicklung des Tagesrhythmus ist möglicherweise mit einigen Rückschlägen verbunden. Doch auf Dauer werden sich die Mühen dennoch lohnen.

Ruhige Momente vor der Schlafenszeit

In der letzten Stunde vor der Schlafenszeit ist es empfehlenswert, dem Kind möglichst viele ruhige Momente zu bescheren und auf die Nachtstunden einzustimmen. Werden die Jungen und Mädchen zur Abendzeit von ähnlichen Abläufen begleitet, erzeugt dieser Rhythmus ein Gewohnheitsgefühl. Viele Eltern nutzen die Zeit dafür, um sich mit den Kindern Bücher anzuschauen oder diese mit Ritualen wie Zähneputzen oder einem Bad auf die Nachtzeit vorzubereiten. Mütter und Väter möchten diese Augenblicke so intensiv wie möglich genießen, indem Groß und Klein ausgiebig miteinander schmusen und somit ein Gefühl von Nähe vermitteln. Wichtig ist, dass die Kinder nicht abrupt in ihre Betten gelegt werden. Je weniger überraschend die abendlichen Aktivitäten sind, umso besser stellt sich der Nachwuchs auf die Handlungen ein.

Einschlafrituale einführen und manifestieren

Ein wichtiger Bestandteil dieser „Zeremonie“ ist natürlich das Einschlafritual. Viele Eltern bevorzugen es, ihrem Baby vor der Nachtruhe ein Lied vorzusingen. Sind die Kinder etwas älter, kommt der Nachwuchs mit einer Gute-Nacht-Geschichte zur Ruhe. Dennoch ist es wichtig, dass das Einschlafritual nicht zu lange andauert und über längere Zeiträume beibehalten wird. Ist das Kind zur Ruhe gekommen, können sich die Mütter und Väter mit einem Gute-Nacht-Kuss verabschieden, um das Kinderzimmer anschließend zu verlassen. Kehrt diese Verhaltensweise immer wieder, hat das Baby ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Methoden

Es gibt Methoden, die Deinem Kind helfen sollen, selbstständig einzuschlafen. Du kannst die Wecker-Methode benutzen oder die Schritt-für-Schritt-Methode. Wenn Du Dich für eine Methode entscheidest, ist es wichtig, dass Du konsequent bleibst. Ein Ansatz muss einige Wochen durchgehalten werden. In dieser Zeit wird es Momente geben, in denen es nicht zu funktionieren scheint. Halte durch! Ein Rückfall zeigt Dir vor allem, dass das Kind dabei ist eine Gewohnheit zu ändern. Bleibe also optimistisch!

Die Wecker-Methode

Bei der Wecker-Methode lässt Du Dein Kind nach einem festen Ritual allein in seinem Bett und kommst stets zurück, um es zu trösten oder um nachzuschauen, ob es schon eingeschlafen ist. Die Methode wirkt wie folgt:

Am ersten Abend:

  • Bringe Dein Kind wie immer ins Bett (mit einem gewohnten Ritual)
  • Wünsche eine gute Nacht und sage Deinem Schatz, dass Du nach 5 Minuten noch kurz vorbeischaust. Gehe auch dann weg, wenn Dein Kind zu weinen anfängt.
  • Gehe zum Kind wenn der Wecker klingelt bzw. die Zeit um ist.
  • Wenn es weint oder unruhig wird, tröste es kurz.
  • Lasse das Kind im Bettchen. Wenn es herausklettert, legst Du es konsequent zurück.
  • Wünsche noch einmal eine Gute Nacht und erzähle Deinem Kind, dass Du später noch einmal wiederkommst, zum Beispiel nach 7 Minuten.
  • Mache dasselbe wie beim letzten Mal.
  • Komm danach noch einmal, z.B. nach 10 Minuten.
  • Bleibe am ersten Abend dann immer für 10 Minuten weg, bis Dein Kind irgendwann eingeschlafen ist.

Am zweiten Abend:

  • Mache dasselbe wie am ersten Abend, aber verlängere die Zeit, die Du wegbleibst, z.B. für 5, dann 10, dann 15 Minuten.
  • Komm an diesem Abend so lange wie nötig alle 15 Minuten wieder.

Am dritten Abend:

  • Mache dasselbe wie am zweiten Abend, verlängere eventuell die Zeiträume, in denen Du wegbleibst.

Mache den ersten Zeitraum nie zu lang. Bleibe am Ende auch nicht zu lange weg, 20 Minuten ist lang genug. Ein Kind, das völlig aufgelöst ist, schläft schwer wieder ein.

Die Schritt-für-Schritt-Methode

Wenn Dein Kind nur dann schlafen geht, wenn ein Elternteil dabei ist, kannst Du folgendes machen:

Am ersten Abend:

  • Setze Dich ans Bett, bis das Kind eingeschlafen ist.

Am zweiten Abend:

  • Setze Dich etwas weiter vom Bett weg. Lasse Dich nicht auf Ausflüchte des Kindes ein.

An den folgenden Abenden:

  • Setze Dich noch weiter vom Bett weg.
  • Gehe am nächsten Abend aus dem Zimmer, und bleibe bei geöffneter Tür auf derselben Etage.

Allgemeine Tipps bei Einschlafschwierigkeiten

Viele Kinder, die nachts wach werden, haben Schwierigkeiten damit, von allein wieder einzuschlafen. Sie rufen nach ihren Eltern, werden schreiend wach, weinen oder kommen aus dem Bett. Es kann sich dabei um angewöhnte Verhaltensweisen oder Ängste handeln. Kinder nehmen jeden Tag unzählige neue Eindrücke auf, die sie in ihren Träumen verarbeiten. Sie werden darum oft durch Alpträume wach. Als Elternteil kann man folgendes machen:

  • Wacht Dein Kind mitten in der Nacht weinend auf, dann schaue nach was los ist. Oft reicht es schon, dem Kind gut zuzureden und über das Köpfchen zu streicheln.
  • Machen Sie dabei ruhige Bewegungen. Bleibe mit dem Kind in seinem Zimmer und schalte nur eine kleine Lampe an.
  • Lasse immer ein Nachtlicht an, damit Dein Kind sich orientieren kann, wenn es aus dem Schlaf aufschreckt.
  • Ein Kind, das sein Lieblingskuscheltier bei sich hat, fühlt sich sicher und kann so eher wieder einschlafen.
  • Versetze Dich in die Rolle Deines Kindes. Leg Dich sich z.B. in sein Bettchen und schaue, ob sich nicht etwas an den Wänden bewegt, das das Kind ängstigen könnte. Achte dabei z.B. auf Schatten von Bäumen, Straßenlampen oder Bildern, die an der Wand hängen.

Wir hoffen, dass Du einiges aus diesem Beitrag mitnehmen konntest, und wünschen Euch eine gute Nacht!

Pauline von emma & noah

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