Was ist Fremdeln und wie gehe ich richtig damit um?

Zwischen dem fünften und achten Monat wird dein kleiner Entdecker wahrscheinlich plötzlich ängstlich und abweisend auf bekannte und fremde Personen reagieren – die Kleinen beginnen zu „fremdeln“. Das Fremdeln – oft auch gegenüber bereits bekannten und vertrauten Personen – ist völlig normal.

Es zeigt dass dein Kind nun in der Lage ist, zwischen vertrauten und unvertrauten Personen zu unterscheiden. Es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt deines Kindes und ein Zeichen von emotionaler und sozialer Reife.

Natürlich gibt es Abenteurer, die sich mutig auf alles stürzen, und Angsthäschen, die vorsichtiger alles Neue erkunden. Wie stark dein Baby fremdelt hängt also auch von seinem Charakter ab. 

Als Elternteil kann man seinem Schatz durchaus etwas unter die Arme greifen indem man ein bisschen bremst oder ermutigt. Wichtig ist aber vorallem dass Du die sichere Basis für dein Kind bist. Dein Schatz weiß, dass er bei Angst und Unsicherheit sicher zu dir kommen kann. Mit dieser Sicherheit kann er mutig die Welt erkunden und eine selbstbewusste Persönlichkeit entwickeln.

Am stärksten zeigt sich das Fremdeln meist im zweiten und dritten Lebensjahr und nimmt dann in der Regel bis zum Alter von drei Jahren immer mehr ab. Das hängt oft mit der neu gewonnenen Bewegungsfreiheit durch Robben und Krabbeln zusammen. Die neu gewonnene Freiheit bringt eben auch etwas Angst mit sich.

Tipps für die Eltern

  • Nimm die Angst deines Kindes ernst
  • Habe Geduld
  • Beruhige dein Kind sanft indem Du es streichelst und beruhigend sprichst
  • Gib deinem Kind genug Zeit um sich Personen wieder zu nähern
  • Dein eigenes Verhalten mit anderen Personen wirkt sich stark auf das Verhalten deines Kindes aus

Verschiedene Faktoren beeinflussen das Fremdeln

Der Charakter des Kindes

Wie schon erwähnt hat jedes Kind andere Charakterzüge. Die einen sind eher ängstlich und weinen schnell, bei anderen überwiegt die Neugier.

Umgebung und Situation 

Fremde Umgebungen und neue Menschen können einen kleinen Menschen schnell verunsichern. Babys und kleine Kinder fühlen sich in gewohnter Umgebung sicher und geborgen. 

Das Verhalten von anderen Personen

Aufdringliche Personen die zu schnell in den Sicherheitsbereich deines Kindes eindringen, können es verunsichern. Das kann gerade auch bei schon bekannten Personen passieren, die das Kind kennen und zielstrebig darauf zu kommen.

Allgemeine Tipps

  • vorsichtig und ruhig annähern, dem Kind Zeit und Raum geben
  • beachten, dass auch ein kleines Kind schon seine persönlichen Grenzen hat
  • das Kind nicht einfach anfassen oder hochnehmen
  • abwarten und mit den Eltern unterhalten
  • Das Kind beobachten: Wie reagiert das Kind auf eine Person? Ist es überfordert?
  • Das Fremdeln nicht persönlich nehmen. Die kleinen Entdecker sind schnell überfordert wenn sie Gesichtsausdrücke nicht einordnen können.

Wir wünschen euch eine spannende Zeit mit euren kleinen Entdeckern.

Eure Laura von emma & noah

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