Wie und wo du dein Baby zur Welt bringen kannst

Die Geburt ist eines der aufregendsten und intimsten Erlebnisse im Leben einer Frau und sollte daher so angenehm wie möglich gestaltet werden. Werdende Mamas sollten sich in der Schwangerschaft also entscheiden, welche Art der Geburt und welcher Ort am besten zu ihnen passt.

So kannst du dein Baby zur Welt bringen

Die zwei gängigsten Geburtsarten sind der Kaiserschnitt und die natürliche Geburt. Ein Kaiserschnitt ist in bestimmten Fällen aus medizinischer Sicht sinnvoll. Allerdings gibt es außer medizinischen Indikatoren auch weitere Gründe eine Geburt per Kaiserschnitt, anstatt auf natürlichem Wege, durchzuführen. 

Vorteile

  • Viele werdende Mamas haben große Angst vor den Schmerzen bei der natürlichen Geburt
  • Überschaubare Dauer der Geburt
  • Verletzungen, wie beispielsweise der Dammriss, können vermieden werden
  • Planbarkeit des Termins

Es gibt Argumente, die gegen einen Kaiserschnitt, und somit für eine natürliche Geburt sprechen:

  • Der Kaiserschnitt ist eine große Bauchoperation
  • Wer nach einem Kaiserschnitt später auf natürlichem Weg entbinden möchte, muss mit einem erhöhten Risiko eines Gebärmutterrisses rechnen
  • Der Geburtsstress des Kindes entfällt und es schüttet bestimmte Hormone nicht aus
  • Die natürliche Keimquelle durch den Geburtskanal entfällt
  • Durchschnittlich bleiben Frauen nach einem Kaiserschnitt 6,3 Tage im Krankenhaus, bei einer natürlichen Geburt dauert der Aufenthalt durchschnittlich 3,8 Tage

Ein geplanter Kaiserschnitt ist zweifelsfrei eine psychische Entlastung für die Mutter. Sollte jedoch keine medizinische Indikation gegeben sein, spricht mehr für die natürliche Geburt - auch wenn sie schmerzhafter sein kann als ein Kaiserschnitt. Aber irgendwie will man diesen Schmerz ja auch erleben, oder? 

 

Hier kannst du dein Baby zur Welt bringen

In den meisten Fällen kann man sich als Mama selber aussuchen, wo man entbinden möchte. Sich mit dem Geburtsort auseinander zu setzen, kann dich vor der Geburt etwas beruhigen.

1. Das Krankenhaus

Vorteile:

  • Sicherheitsgefühl durch die Anwesenheit von Ärzten
  • Medizinisches Equipment in Reichweite
  • PDA und andere Arten der Schmerzbehandlung sind möglich
  • Umgehende Betreuung nach der Geburt

Nachteile:

  • die sterile Atmosphäre hilft nicht beim Entspannen
  • Mehrbettzimmer und piepende medizinische Geräte lassen den Wohlfühlfaktor sinken
  • Oft wird eine fremde Hebamme zugeteilt

Wenn du Dein Baby im Krankenhaus zur Welt bringst sollstest du daran denken rechtzeitig deine Kliniktasche zu packen. Mehr Informationen findest du in unserem Blogbeitrag über die Kliniktasche.

2. Die ambulante Geburt

Bei der ambulanten Geburt können Mutter und Kind oft nach einigen Stunden schon wieder das Krankenhaus verlassen. Voraussetzung ist natürlich, dass Mama und Kind gesund sind.

Vorteile:

  • Mamas können die medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und trotzdem schnell wieder in gewöhnter Umgebung sein
  • Eine Wochenbettdepression kommt statistisch seltener vor
  • Häufig setzt der Milcheinschuss schneller ein, wenn die Mama wieder rasch zu Hause ist

Nachteile:

  • Die frischgebackenen Eltern können mit der neuen Situation eventuell schneller überfordert sein
  • Die 24-Stunden Betreuung des Krankenhauses fällt weg 

3. Das Geburtshaus

Geburtshäuser werden von Hebammen betreut und nur in seltenen Fällen gibt es eine angeschlossene Arztpraxis. Der Fokus liegt hier auf einer gemütlichen Atmosphäre, sodass man sich wie in einer Ferienwohnung, und nicht wie im Krankenhaus fühlt.

Vorteile:

  • angenehme Atmosphäre
  • Individuelle Betreuung durch eine Hebamme
  • Umfassende Schwangerschaftsvorsorge 
  • Entsprechende Geburtsvorbereitung

Nachteile:

  • keine ärztliche Betreuung
  • weniger medizinische Ausstattung als ein Krankenhaus
  • Keine Möglichkeit der Verabreichung von stärkeren Schmerzmitteln

4. Die Hausgeburt

Was früher als selbstverständlich galt, ist heute eine der seltensten Geburtsorte: das eigene zu Hause. Wenn deine Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und deine Hebamme den ganzen Geburtsprozess begleitet, steht einer Hausgeburt jedoch nichts im Weg.

Vorteile:

  • zu Hause kann man am Besten entspannen
  • kann das Risiko für eine Wochenbettdepression verringern

Nachteile:

  • mögliche Verlegung, wenn es zu Komplikationen kommt
  • die Möglichkeit zur PDA entfällt

5. Die Wassergeburt

Wassergeburten werden seit Jahrtausenden praktiziert. Bei der Wassergeburt ist die Mama von der Eröffnungsphase bis zur Austreibungsphase im Wasser. Dein Baby hat einen Diving-Reflex, weshalb es unter Wasser nicht einatmet und auch nicht ertrinken kann. Das Wasser in der Geburtswanne hat meist eine Temperatur von 36 und 37,5 Grad. Eine höhere Temperatur könnte Fieber simulieren und wäre für den Kreislauf und die Geburt riskant.

Vorteile:

  • die Mama kann sich im warmen Wasser besser bewegen
  • Das Veratmen der Wehen fällt leichter
  • Dammrisse sind bei Wassergeburten seltener, da sich das Gewebe gut dehnen kann
  • Das Baby kommt im warmen Wasser zur Welt und der Schock der neuen Umgebung ist nicht ganz so groß

Nachteile:

  • eine PDA nicht möglich
  • erst ab der 37. Schwangerschaftswoche möglich
  • eignet sich nicht bei Mehrlingsgeburten

Wir hoffen dass euch diese Liste eine Entscheidungshilfe ist und wünschen alles Gute für euren besonderen Tag!

 

Eure Laura von emma & noah

 

 

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