Wie und wo du dein Baby zur Welt bringen kannst

Die Geburt ist eines der aufregendsten und intimsten Erlebnisse im Leben einer Frau und sollte daher so angenehm wie möglich gestaltet werden. Werdende Mamas sollten sich in der Schwangerschaft also entscheiden, welche Art der Geburt und welcher Ort am besten zu ihnen passt.

So kannst du dein Baby zur Welt bringen

Die zwei gängigsten Geburtsarten sind der Kaiserschnitt und die natürliche GeburtEin Kaiserschnitt ist in bestimmten Fällen aus medizinischer Sicht sinnvoll. Allerdings gibt es außer medizinischen Indikatoren auch weitere Gründe eine Geburt per Kaiserschnitt, anstatt auf natürlichem Wege, durchzuführen. Die natürliche Geburt ist der optimale und schonendste Geburtsweg für Mutter & Kind.


Vorteile einer natürlichen Geburt 


Dein Baby bestimmt selbst, wann es bereit ist geboren zu werden und daher kommt es nach der Geburt viel seltener zu Anpassungsstörungen. Unter Geburt kommt das Neugeborene mit den natürlichen Bakterien im Geburtskanal in Kontakt, was sich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Durch die Auschüttung von vielen Hormonen unter der Geburt wird der Stillstart erleichtert.
Die Mutter gebärt selbst und fühlt sich dadurch direkt in ihrem Selbstbewusstsein als Mutter gestärkt. Die körperliche Rückbildung nach einer natürlichen Geburt verläuft deutlich schneller und komplikationsloser. Nach einer natürlichen Geburt im Krankenhaus wird man deshalb auch in der Regel nach zwei Tagen bereits nach Hause entlassen.

Vorteile eines Kaiserschnitts

  • Viele werdende Mamas möchten den Schmerz während des Geburtsvorganges vermeiden
  • Überschaubare Dauer der Geburt
  • Verletzungen, wie beispielsweise der Dammriss, können vermieden werden
  • Planbarkeit des Termins

Es gibt Argumente, die gegen einen Kaiserschnitt, und somit für eine natürliche Geburt sprechen:

  • Der Kaiserschnitt ist eine große Bauchoperation
  • Wer nach einem Kaiserschnitt später auf natürlichem Weg entbinden möchte, muss mit einem erhöhten Risiko eines Gebärmutterrisses rechnen
  • Der Geburtsstress des Kindes entfällt und es schüttet bestimmte Hormone nicht aus
  • Die natürliche Keimquelle durch den Geburtskanal entfällt
  • Die Schmerzen nach der Operation sind höher
  • Durchschnittlich bleiben Frauen nach einem Kaiserschnitt 6,3 Tage im Krankenhaus, bei einer natürlichen Geburt dauert der Aufenthalt durchschnittlich 3,8 Tage

Sollte keine medizinische Indikation gegeben sein, spricht mehr für die natürliche Geburt. Die Schmerzen während des Geburtsvorganges entfallen zwar beim Kaiserschnitt, allerdings sind die Schmerzen nach dem Eingriff viel größer.

Hier kannst du dein Baby zur Welt bringen

In den meisten Fällen kann man sich als Mama selber aussuchen, wo sie gebären möchte. Sich mit dem Geburtsort auseinander zu setzen, kann dich vor der Geburt etwas beruhigen.

1. Das Krankenhaus

Vorteile:

  • Sicherheitsgefühl durch die Anwesenheit von Ärzten
  • Medizinisches Equipment in Reichweite
  • PDA und andere Arten der Schmerzbehandlung sind möglich
  • Umgehende Betreuung nach der Geburt

Nachteile:

  • die sterile Atmosphäre hilft nicht beim Entspannen
  • Mehrbettzimmer und piepende medizinische Geräte lassen den Wohlfühlfaktor sinken
  • Oft wird eine fremde Hebamme zugeteilt

Wenn du Dein Baby im Krankenhaus zur Welt bringst sollstest du daran denken rechtzeitig deine Kliniktasche zu packen. Mehr Informationen findest du in unserem Blogbeitrag über die Kliniktasche.

    2. Das Geburtshaus

    Geburtshäuser werden von Hebammen betreut und nur in seltenen Fällen gibt es eine angeschlossene Arztpraxis. Der Fokus liegt hier auf einer gemütlichen Atmosphäre, sodass man sich wie in einer Ferienwohnung, und nicht wie im Krankenhaus fühlt.

    Vorteile:

    • angenehme Atmosphäre
    • Individuelle Betreuung durch eine Hebamme
    • Umfassende Schwangerschaftsvorsorge 
    • Entsprechende Geburtsvorbereitung

    Nachteile:

    • keine ärztliche Betreuung
    • weniger medizinische Ausstattung als ein Krankenhaus
    • Keine Möglichkeit der Verabreichung von stärkeren Schmerzmitteln

    3. Die Hausgeburt

    Was früher als selbstverständlich galt, ist heute eine der seltensten Geburtsorte: das eigene zu Hause. Wenn deine Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und deine Hebamme den ganzen Geburtsprozess begleitet, steht einer Hausgeburt jedoch nichts im Weg.

    Vorteile:

    • zu Hause kann man am Besten entspannen
    • kann das Risiko für eine Wochenbettdepression verringern
    • selbstbestimmte Geburt

    Nachteile:

    • mögliche Verlegung, wenn es zu Komplikationen kommt
    • die Möglichkeit zur PDA entfällt

      Wir hoffen dass euch diese Liste eine Entscheidungshilfe ist und wünschen alles Gute für euren besonderen Tag!

       Eure Laura von emma & noah

       

       

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