Wann ist es Zeit den ersten Babybrei zu kochen?

Zeit für den ersten Brei! Bei Babynahrung ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn Du selber für dein Baby kochst gibt es bei der Auswahl der Lebensmittel und der Zubereitung einiges zu beachten.

Wenn man nach der Antwort auf die Frage "Ab wann sollte Beikost eingeführt werden?" sucht, findet man die Antwort: frühestens ab dem 5. Monat und spätestens im 7. Monat sollte dein Kind die erste Beikost bekommen. Es gilt trotzdem generell: Du kannst am besten einschätzen wann Dein Kind bereit ist. Der erste Brei sollte die Still- oder Fläschchenmahlzeit am Mittag ersetzen. Am besten startest Du mit einem Gemüse-Brei. Wenn Dein Kind den Brei mag kannst Du schon eine Woche später Kartoffeln dazu geben. In der dritten Woche kannst Du dann sogar Fleisch in die Mahlzeit deines Kindes hinzufügen.

Rezept ab dem 5. Monat: Einfacher Gemüsebrei

Für die erste Eingewöhnung reicht Gemüse um dein Baby mit Eisen und anderen Nährstoffen zu versorgen. Zudem ist es leicht verdaulich. Durch Öl oder Fett werden Vitamine besser aufgenommen.

Zutaten:

  • 250 g Möhre/ Pastinake oder Kürbis
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1 TL Pflanzenöl

Die Gemüsegrundlage weich kochen und anschließend in einer Schüssel mit dem Öl und etwas Wasser pürieren. Alternativ kannst Du auch Möhren oder Kürbis verwenden.

Weiteres geeignetes Gemüse für Brei ist:

  • Blumenkohl
  • Kohlrabi
  • Avocado
  • Fenchel
  • Erbse
  • Süßkartoffel
  • Kohlrabi 

Ab dem 6. Monat kannst Du die abendliche Milch durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzen. Dafür eignet sich am Besten Kuhmilch mit 3,5% Fett oder alternativ Muttermilch oder Pre-Milch. Als nächsten Schritt kannst Du ab dem 7. Monat einen Getreide-Obst-Brei füttern. Viele Babys mögen besonders Apfel oder Birne.

Rezept ab dem 6. Monat: Der Milch-Getreidebrei

Im Milch-Getreidebrei liefern Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett oder Muttermilch Eiweiß und Kalzium fürs Knochenwachstum und Getreide wichtiges Eisen. Obst ergänzt die Babynahrung einerseits um Vitamin C und unterstützt andererseits die Aufnahme von Eisen.

Zutaten

  • 200 ml Milch
  • 20 g Getreideflocken oder Grieß
  • 2 EL Fruchtsaft oder zerdrücktes/ geriebenes Obst (z.B. Apfel oder Birne)

Die Mengen variiert je nach Alter und Appetit deines Babys. Das Verhältnis sollte gleich bleiben.

Die Zubereitung ist schnell und einfach. Die Getreideflocken in kalte, Grieß in kochende Milch einrühren. Einmal aufkochen lassen und circa 3 Minuten unter gelegentlichem Rühren weiter kochen und quellen lassen. Als Ergänzung kann nun Fruchtsaft oder zerdrücktes/ geriebenes Obst untergerührt werden. Die Mahlzeit abkühlen lassen und schon kann serviert werden. Guten Appetit!

Ein weiteres tolles Babybrei Rezept mit Avocado und Zucchini: 

Zutaten

  • 100 g Zucchini
  • 50 g gekochter Reis (ca. 25 g roher Reis)
  • 1/4 Avocado
  • 1 EL Hirseflocken
  • 3 EL Apfelsaft  

Die Zucchini waschen und in kleine Würfel schneiden. In 50-60 ml Wasser 7-8 Minuten leicht kochen lassen. Dann die Hirseflocken und den Reis dazu geben und noch einmal aufkochen lassen und weitere 2-3 Minuten quellen lassen. Anschließend das Fruchtfleisch von 1/4 Avocado in kleine Würfel schneiden, zusammen mit dem Apfelsaft dazu geben und pürieren. Ist der Brei noch zu fest, könnt ihr einfach noch etwas Wasser dazu geben.

 Zwischen dem siebten und dem neunten Monat eignet sich der Getreide-Obst-Brei zum Selbermachen. Obst liefert viele Vitamine, Getreide (mindestens 20 Gramm) die Ballaststoffe und Eisen.

Rezept ab dem 7. Monat: Dinkel-Pflaumen-Brei

  • 120 g Pflaumen
  • 30 g Dinkelflocken
  • 20 ml Apfelsaft
  • 100 ml Wasser
  • 10 g Butter 

Die Dinkelflocken in köchelndes Wasser geben und zwei Minuten aufquellen lassen. Die Pflaumen gründlich waschen, entkernen und klein schneiden. Plaumenstücke und Apfelsaft in den Topf geben und noch einmal köcheln lassen. Die Butter dazugeben und alles miteinander pürieren.

 Wichtige Informationen auf einen Blick

 Tipp 1

Zum Kochen von Babybrei solltest du auf die Qualität der Lebensmittel achten. Daher empfehlen wir möglichst frische Lebensmittel mit Bio-Siegel zu verwenden. So kannst du Pestizide und andere Gifte umgehen.

Tipp 2

Die richtige Konsistenz des Breis ist besonders wichtig. Dein Baby hat vermutlich noch keine oder weniger Zähne. Manche Kinder mögen es fein pürierten Brei zu essen und haben wenig Probleme beim Schlucken. Viele Kinder lieben es von Anfang an stückiger und auch das funktioniert bei weich gekochtem auch wunderbar ohne Zähne. Wann dein Baby für festere Nahrung bereit ist entscheidest du ganz individuell.

Tipp 3 

Du musst selber darauf achten dass dein Kind alle wichtigen Nährstoffe erhält, die es benötigt um groß und stark zu werden. Achte also auf eine abwechslungsreiche Ernährung. 

Tipp 4

Jedes Kind ist anders und so reagiert auch jedes Kind unterschiedlich auf verschiedene Lebensmittel. Daher sollte zu Beginn immer nur ein neues Lebensmittel pro Woche eingeführt werden. Ob dein Kind das Lebensmittel verträgt, solltest du den selben Brei zumindest an drei aufeinanderfolgenden Tagen gefüttert werden, um eventuelle Unverträglichkeiten erkennen zu können. Vorsicht mit säurehaltigen Zutaten. Wenn Urin oder Stuhl sauer werden kann das die zarte Babyhaut reizen. Säurehaltige Lebensmittel sind zum Beispiel: Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte, Tomaten, Paprika, Beeren.

Außerdem: Auch wenn dir der Babybrei etwas fad vorkommt, solltest du ihn nicht würzen. Dein Baby hat sehr empfindliche Geschmacksnerven und der Eigengeschmack der Lebensmittel ist schon spannend genug. 

Tipp 5

Generell wird davon abgeraten folgende Lebensmittel im ersten Lebensjahr deines Babys zu verwenden:

  • Honig und Ahornsirup enthalten ein Bakterium das beim Baby schwere Allergien auslösen kann. Deshalb herrscht hier Einigkeit in der Aussage: Finger weg im 1.Lebensjahr!
  • Zucker und Zuckerzusätze sind überflüssig! Sie enthalten nicht nur leere Kalorien, stören die Darmflora und verursachen Karies - nein zusätzlich verwirren sie auch den Geschmack des Babys von Anfang an.
  • Achtung bei Salz, Gewürzen und vor allem kleinen Lebensmitteln wie Nüssen, Linsen, Reis und rohem Getreide. Geschmacksverstärker und Aromen gelten als potentielle Allergieauslöser und könnten wie Zucker den feinen Geschmack des Babys zerstören.
  • Milchprodukte wie Joghurt und Quark,
    sowie rohe Produkte wie Käse oder Salami
     

Wir hoffen dass euch die Hinweise helfen und wünschen viel Spaß beim Kochen und Pürieren!

Eure Laura von emma & noah

 

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