Do's & Dont's in der Schwangerschaft

Durch Deine Schwangerschaft trägst Du auf einmal die Verantwortung für ein neues Leben. Das Kind ist in Deinem Bauch sicher und geborgen, aber zugleich ist es auch abhängig von der Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen. Du solltest jetzt auch besonders gut auf Dich selbst aufpassen. Dein Körper verändert sich und nimmt an Gewicht zu, die Beckenbänder weiten sich, Du könntest schneller aus dem Gleichgewicht geraten usw…

Ein gesunder Lebensstil und eine gesunde Ernährung sind jetzt besonders wichtig. Dafür haben wir einen separaten Blogbeitrag für Dich verfasst.

DO's:

Vitamin D und Folsäure

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, insbesondere jetzt, wo Du schwanger bist. Außerdem solltest Du jedoch in Ergänzung zu einem normalen und ausgewogenen Essensverhalten Vitamin D und Folsäure einnehmen.

Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat wird die Einnahme von Vitamin D in Form eines Präparats empfohlen. Vitamin D sorgt für eine bessere Calciumaufnahme im Körper. Der Körper benötigt Calcium für den Erhalt der Knochenstabilität und für den Knochenaufbau des Kindes. Zusätzlich solltest Du während der Schwangerschaft Folsäure einnehmen. Folsäure verringert das Risiko auf neurale Schlauchdefekte beim Kind, wie zum Beispiel einen offenen Rücken. Nach vier Schwangerschaftsmonaten kannst Du mit der Einnahme von Folsäure aufhören. Der neurale Schlauch ist dann voll entwickelt.

Sport

Sport ist gesund, und vor allem während der Schwangerschaft solltest Du etwas für Deine Kondition tun. Besonders empfiehlt sich schwimmen oder Fahrrad fahren. Achte aber darauf, Dich nicht zu überanstrengen und höre rechtzeitig auf, wenn Du Dich nicht gut fühlst. 

Mit fortschreitender Schwangerschaft musst Du die Dauer, Häufigkeit und Intensität der sportlichen Leistung zurückschrauben. Denke stets an eine ausreichende Aufwärmphase, und höre niemals abrupt mit den Übungen auf.

Das Wichtigste: Höre auf Deinen Körper. Fühlt sich Dein Bauch vor allem nach dem Sport häufig hart an, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass Du zu hart trainiert hast.

Sei vorsichtig mit Teamsportarten. Ein Sturz oder ein harter Schlag in den Bauch kann gefährlich für Dein Baby sein. Sportarten wie Tauchen oder Fallschirmspringen dürfen von Schwangeren nicht ausgeübt werden. 

DONT'S:

Alkohol und Drogen

Eigentlich sollte es jeder wissen: Alkohol und Drogen sind während der Schwangerschaft ein absolutes Tabu. Dein Kind kann sein Leben lang unter den Folgen leiden. Eine Zeitlang wurde behauptet, dass ein einziges Gläschen keinen Schaden anrichten kann. Aktuelle Untersuchungen haben jedoch erwiesen, dass Du auch dieses eine Glas besser stehen lassen solltest. Alkohol kann dem ungeborenen Baby enormen Schaden zufügen. Etwaige Folgen sind Untergewicht des Kindes bei der Geburt, körperliche und/oder geistige Behinderungen, Verhaltensprobleme im Kindesalter und später.

Rauchen

Es ist ebenfalls allgemein bekannt, dass Rauchen während der Schwangerschaft dem Kind enormen Schaden bereiten kann. Nikotin verengt die Blutgefäße in der Plazenta, sodass das Kind weniger Sauerstoff bekommt und das (geistige und körperliche) Wachstum des Kindes sich verlangsamt. Außerdem landen die im Tabak befindlichen Schadstoffe auch im Blut des Babys. Auch erhöht sich das Risiko auf eine Frühgeburt, Missbildungen an den Füßen des Kindes oder eine Hasenscharte, eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Lunge, Asthma und Ohreninfektionen, und schließlich kann Rauchen im schlimmsten Falle zum Kindstot im Mutterleib (durch Ablösung des Mutterkuchens), während der Entbindung oder in den ersten Monaten nach der Geburt (Wiegentod) führen.

Höre also idealerweise bereits mit dem Rauchen auf, sobald der Kinderwunsch besteht. Das gilt nicht nur für die werdende Mutter, sondern auch für den Partner und eventuelle Mitbewohner. Nicht nur, weil es einfacher ist, gemeinsam mit dem Rauchen aufzuhören, sondern auch, weil auch nach der Geburt nicht in dem Zimmer geraucht werden sollte, in dem das Baby sich aufhält. Bitte Deinen Hausarzt oder Deine Hausärztin um Rat, wenn es Dir nicht gelingt, ohne fremde Hilfe mit dem Rauchen aufzuhören.

Medikamente

Sei bitte auch sehr vorsichtig im Umgang mit Medikamenten. Alles, was Du einnimmst und was infolgedessen in Deinem Blutkreislauf landet, gelangt natürlich auch in den Blutkreislauf des Babys. Bereits eine einfache Schmerztablette kann die Entwicklung des Babys beeinträchtigen.

Wenn Du Medikamente verschrieben bekommst, gib bitte immer an, dass Du schwanger bist. Auch wenn Du selbst Medikamente in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufst, solltest Du Dich nach etwaigen Nebenwirkungen für Schwangere erkundigen. Frag im Zweifelsfall Deinen Arzt oder Deine Ärztin.

Listeria-Bakterien

Um einer Infektion mit Listeria-Bakterien vorzubeugen, solltest Du einige Punkte beachten. Listeria-Bakterien können schädlich für das ungeborene Kind sein. Diese Bakterien kommen in rohem Fleisch und Fisch vor (z. B. Roastbeef, Carpaccio, Sushi), Rohmilch und Käse aus Rohmilch, wie zum Beispiel Brie oder Camembert. Achte auch verstärkt auf die tägliche Hygiene: Wärme keine Essensreste auf, die bereits seit längerer Zeit im Kühlschrank stehen, und wasche Gemüse besonders gründlich ab.

Vitamin A

Auch mit Leberprodukten (wie Leberwurst, Paté usw.) ist Vorsicht geboten. Diese Produkte enthalten Vitamin A in hohen Konzentrationen. Zuviel Vitamin A ist schädlich für Dein ungeborenes Baby.

Süßigkeiten

Der am wenigsten bekannte Punkt in der Reihe der Schwangerschafts-Don’ts. Wer zu viel nascht, geht nach aktuellen Untersuchungen ein vierfach erhöhtes Risiko ein, ein Kind mit offenem Rücken zur Welt zu bringen.

Malerarbeiten

In Farbe, Terpentin und anderen Lösungsmitteln sind gefährliche Stoffe enthalten, die leicht eingeatmet werden können. Malerarbeiten im Haus können vor allem bei unzureichender Lüftung gefährlich für die Gesundheit sein. Du solltest also während der Schwangerschaft lieber darauf verzichten, da ansonsten das Nervensystem des Kindes Schaden erleiden könnte. Wenn sich die Malerarbeiten nicht verschieben lassen, sollte Farbe auf Wasserbasis benutzt werden und stets gut durchgelüftet werden.

Gut zu wissen:

Reisen

Die meisten Fluggesellschaften weigern sich vor allem aus eigenem Interesse, schwangere Frauen mitzunehmen. Sollten die Wehen früher einsetzen als erwartet, müssen sie eine Zwischenlandung einlegen, und das kostet Geld! Für die Schwangerschaft ist das Fliegen nicht gefährlich. Du solltest Dir allerdings während des Flugs ab und zu ein wenig die Beine vertreten. 

Wenn Du mit dem Auto reist, ist es wichtig, ab und zu einen Zwischenstopp einzulegen und sich ein wenig die Beine zu vertreten. Den Gurt tägst Du am besten wie folgt: Schultergurt über dem Bauch, Hüftgurt über dem Becken.

Haare färben

Haarfärbemittel enthalten gesundheitsschädliche Stoffe. Es wird jedoch angenommen, dass diese nur in sehr geringen Mengen vom Körper aufgenommen werden. Es sind keine Nebenwirkungen für Schwangere bekannt. Es kann allerdings vorkommen, dass sich die Haarstruktur durch den Einfluss der Schwangerschaftshormone verändert. Bei manchen Frauen werden die Haare dicker und reagieren daher anders auf Färbemittel oder Tönungen als vorher.

Sonnen 

Prinzipiell ist dies nicht gefährlich für Dein ungeborenes Baby. Achte jedoch darauf, dass Deine Körpertemperatur nicht zu hoch ansteigt, da dies schädliche Folgen für Dein Baby haben könnte.

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