Stillen. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht...

Die Muttermilch versorgt ein Baby mit allen wichtigen Nährstoffen. Das steht außer Frage. Doch jede Mutter sollte selbst entscheiden, ob sie ihr Kind stillen möchte oder nicht. In diesem Beitrag informieren wir euch über die Vorteile des Stillens sowie über weitere wissenswerte Dinge rund um das Thema.

Die Entscheidung ein Baby zu stillen liegt erstmal nur bei der Mutter. Denn auch diese muss sich Wohl dabei fühlen. Da bewiesen ist, dass die Muttermilch die beste Form der Ernährung für einen Säugling darstellt, besteht oft ein gewisser gesellschaftlicher Druck das Baby zu stillen. Einige Mütter fühlen sich allerdings unwohl dabei oder haben Schwierigkeiten ihr Baby zu stillen. Das ist nicht schlimm, da das Unwohlsein nur Stress für die Mutter und somit auch für das Baby bedeuten könnte. Es gibt auch Mütter, die ihr Baby nur teilweise oder gar nicht stillen, weil sie beispielsweise nicht in der Lage dazu sind Milch zu produzieren. Heutzutage gibt es aber auch andere Möglichkeiten sein Baby zu ernähren. Beispielsweise kann Muttermilch abgepumpt oder auch das Fläschchen mit Säuglingsnahrung gegeben werden, da dieses ebenfalls alle notwendigen Nährstoffe enthält.

 

Vorteile

Wenn sich eine Mama dazu entscheidet zu stillen, kann sie damit zu einer gesunden Entwicklung des Babys beitragen, da die Muttermilch exakt auf den Nährstoffbedarf eines Säuglings abgestimmt ist. Sie enthält alle für das Baby wichtigen Nährstoffe wie Eiweiß, Fette, Vitamine, Abwehrstoffe und Milchzucker und schützt somit unter anderem vor Krankheiten. Weitere Vorteile sind:

  • Zusammensetzung der Milch beugt Blähungen und Verstopfungen vor
  • Schutz vor Chronischen Krankheiten und Allergien
  • Mutter-Kind-Bindung wird gestärkt
  • Beschleunigte Rückbildung der Gebärmutter
  • Fördert die Wundheilung nach der Geburt
  • Hormone sorgen für Entspannung und Glücksgefühle
  • Reduziert das Brustkrebsrisiko
  • Stillen schont die Umwelt

Aufgrund all dieser Vorteile empfehlen Experten eine Stillzeit von mindestens 4-6 Monaten bis hin zu einem Jahr. Wer möchte, kann sein Kind natürlich auch noch länger stillen.

 

Erfolgreiches Stillen

Auch wenn das Stillen ein natürlicher Prozess ist, bedarf es einige Zeit an Übung. Fast jede Frau, die bereits ein Kind gestillt hat weiß, dass der Anfang schwer bzw. kompliziert sein kann. Aber es ist ja schließlich noch nie ein Profi vom Himmel gefallen. Hebammen oder Stillberatungen sind bei der Vorbereitung der richtige Ansprechpartner und erklären beispielsweise, wie das Baby richtig angelegt wird, damit es nicht zu Stillproblemen kommt.

Jede Stillmahlzeit sollte mit einer anderen Brust begonnen werden, damit diese besser geleert werden und somit die Milchproduktion angeregt wird. Außerdem sollte das Baby angelegt werden, sobald es nach der Brust verlangt. Durch häufiges Anlegen wird die Milchproduktion angeregt. Wenn ihr also das Gefühl haben solltet, dass zu wenig Milch produziert wird, könnt ihr euer Baby häufiger anlegen, denn die Milchproduktion passt sich an und wird dadurch angeregt.

Unser letzter Tipp ist, dass ihr euch Ruhe für das Stillen nehmen solltet. Genießt die innigen Momente mit eurem Baby, gebt euch Zeit und baut langsam eine unbezahlbare Mutter-Kind-Bindung zueinander auf.

 

Ernährung während der Stillzeit

Viele Frauen sind sich unsicher, ob sie während der Stillzeit alles essen und trinken dürfen. Vorweg können wir euch bereits verraten, dass es keinen Ernährungsplan oder ähnliches gibt. Dennoch sollte eine Mutter ein paar Dinge beim Stillen berücksichtigen. 

Es wird eine abwechslungsreiche Ernährung empfohlen, da alle wichtigen Nährstoffe durch die Muttermilch zum Baby gelangen. Viel frisches Obst und Gemüse sorgen dafür, dass Mutter und Baby alle wichtigen Vitamine zu sich nehmen. Allerdings sollte dieses gut abgewaschen werden, damit keine Schadstoffe in den Körper gelangen. Außerdem sind Vollkornprodukte und hin und wieder Fleisch und Fisch gut für den Eiweißhaushalt. Veganerinnen wird empfohlen sich von einem Arzt beraten zu lassen, da sie Vitamin B12 ergänzen sollten, welches normalerweise in tierischen Lebensmitteln steckt. 
Der Konsum von Kaffee und schwarzem Tee ist grundsätzlich erlaubt. Jedoch sollten nicht mehr als zwei Tassen pro Tag getrunken werden, da das Baby durch den Koffein unruhig werden kann. Von Alkohol und Nikotin wird vollständig abgeraten.

Ob das Baby etwas aus der Ernährung der Mutter nicht verträgt, kann man häufig an Reaktionen des Babys erkennen. Ein wunder Po ist zum Beispiel ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit. Durch Beobachten des Babys beantworten sich die meisten Unklarheiten aber in den häufigsten Fällen.
Generell gilt: Geht es dir gut, geht es deinem Baby auch gut. Mit einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung macht man nie etwas falsch.

 

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