Wie transportiere ich mein Baby richtig?

Da Babys noch nicht von alleine vorwärtskommen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr Euer Baby transportieren könnt. Manchmal ist es da ganz schön schwierig durchzublicken, wann und wie man was benutzen kann. In diesem Artikel gebe ich Euch einen Überblick, über die verschiedenen Möglichkeiten.

Die Babyschale
Die Babyschale ist die richtige Wahl für die Autofahrt und bei Babys, die noch nicht selbstständig sitzen können auch für die Fahrt im Fahrradanhänger. Am besten testet Ihr bereits vor der Geburt wie die Babyschale im Auto befestigt wird und übt mit einem Teddybären das richtige Anschnallen.
Bei der Auswahl des richtigen Sitzes ist eine gute Beratung wichtig und dass man das eigene Auto zum Probeeinbau mitnimmt.
Der Wechsel auf den Kindersitz sollte erst erfolgen, wenn Euer Baby am oberen Kopfende weniger als zwei Finger breit Platz hat.
Ganz wichtig: Die Babyschale ist im Auto Pflicht, jedoch ergonomisch ein Kompromiss, denn die Kinder liegen relativ gekrümmt in diesem Sitz. Daher sollten die Kinder nur so kurz wie möglich – maximal 40 Minuten am Stück - in der Babyschale sitzen. Am besten gewöhnt man sich von Geburt an, dass die Babyschale im Auto verbleibt und nur das Baby herausgenommen wird. Lange Autofahrten sollten mit mehreren Pausen geplant werden, in denen Ihr Euer Baby aus dem Sitz herausnehmt, um den Babyrücken zu entlasten.

Der Kinderwagen
Er ist wohl der Klassiker unter den Transportmitteln und ein praktischer Allrounder. Euer Baby kann dort sich die Welt anschauen, gemütlich ein Nickerchen halten oder der Wagen ist euer mobiler, sicherer Wickelplatz, wenn mal nichts anderes verfügbar ist. Bis zu einem Alter von etwa acht bis neun Monaten liegen in die Kinder flach im Kinderwagen. Dabei ist es natürlich auch erlaubt, die Kinder mal auf den Bauch hinein zu legen, denn so trainieren sie automatisch die Bauchlage und stützen sich gerne auf, um mehr von der Welt zu sehen.
Sobald Euer Schatz selbstständig sitzen kann, könnt ihr über einen Wechsel zu einem Sportsitz Nachdenken.
Bei der Auswahl des Kinderwagens empfehle ich Euch wieder eine an Euch angepasste Beratung, bei der Ihr bedenken solltet, was wichtig ist für Euch: Geht ihr oft im Wald spazieren? Soll der Wagen lieber klein und wendig sein, weil Ihr viel im Großstadtdschungel unterwegs seid? Muss ein Geschwisterkind gegebenenfalls auch noch mit? Und auch hier lohnt es sich einmal vorher zu testen, ob der Wunschkinderwagen auch in den Kofferraum passt.

Die Tragemöglichkeiten
Dies ist wohl die älteste Form, wie Babys schon seit vielen Jahrtausenden transportiert werden: nah am Körper in einem Tragetuch oder einer Babytrage. Heutzutage gibt es eine schier unendliche Auswahl an Tragetüchern und Tragehilfen aus verschiedenen Materialien und in allen erdenklichen Farben.  Ich bin ein großer Fan vom Tragen, denn fast alle Familien lieben es. Die Babys sind beruhigt, weil sie eng an Mama oder Papa kuscheln dürfen und sanft durch deren Bewegung gewiegt werden. Gerade wenn man an einem Ort ist, wo viele Leute sind, vermittelt das „Getragen werden“ den Kindern viel Sicherheit. Die Eltern lieben es, weil sie ihre Kinder gut im Blick haben und dabei auch beide Hände frei, um zB  zu kochen, Arbeiten im Haushalt zu erledigen oder mit dem Geschwisterkind zu spielen.   

Folgende Punkte sollte jede Tragehilfe erfüllen:

  • Der Steg (also der Teil auf dem das Babys sitzt) sollte stufenlos verstellbar sein, so dass die Kinder immer von Kniekehle bis Kniekehle unterstützt sind
  • Das Rückenteil sollte ebenfalls stufenlos verstellbar sein, so dass der Nacken immer optimal unterstützt ist
  • Das Material sollte sich gut an Eure Körperform und die Eures Kindes anschmiegen
  • Die Tragehilfe sollte das Gewicht des Babys angenehm auf Euren gesamten Rücken verteilen

Bei der Auswahl kann euch eure Hebamme oder eine professionelle Trageberatung unterstützen, die mit Euch gemeinsam verschiedene Möglichkeiten testet.

In meiner Arbeit erlebe ich, dass die meisten Familien ständig einen Mix aus allen drei Kategorien nutzen, um mit ihrem Baby die Welt zu entdecken. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei!

Eure Frau Hebamme

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